Celebrating
tomorrow’s
mobility.
20 Jahre EICT.
Gemeinsam Zukunft gestalten.
Seit zwei Jahrzehnten stehen wir für hohe Professionalität, methodische Standards und den Anspruch, Dinge wirklich gut zu machen.
Was uns dabei immer begleitet hat: die Freude an unserer Arbeit – und die Überzeugung, dass Qualität aus Haltung entsteht.
Dankbar sind wir für das Vertrauen unserer Gesellschafter und Kunden. Für Partnerschaften, die über Jahre gewachsen sind. Und für die Chance, in einem der spannendsten Technologiefelder unserer Zeit unterwegs zu sein!
Der Rückblick ist für uns ein Innehalten, das den Blick nach vorn schärft. Wir wissen, dass sich die Welt schneller verändert denn je, wirtschaftlich, gesellschaftlich und technologisch. Umso mehr verlassen wir uns auf das, was uns trägt: Erfahrung, Neugier und ein starkes Team.
Darauf bauen wir und blicken zuversichtlich nach vorn!
Ein Moment,
der uns verbindet
Unser kleines gallisches Dorf ist 20 geworden! Gegründet als Innovationsplattform für Technologiethemen, hat es sich inhaltlich immer wieder gewandelt und weiterentwickelt. Geblieben ist jedoch sein Kern: Forschungsmanager in der Rolle des „neutralen Dritten“ für Verbundprojekte und strategische Kooperationen.
Die zutiefst europäische Überzeugung, dass Partnerschaften uns gemeinsam voranbringen, ist heute wie damals unser Fundament. Für uns bedeutet das, aus Industrie, Wissenschaft und angewandter Forschung die richtigen Partner zusammenzubringen, unterschiedliche Interessen auf gemeinsame Ziele auszurichten und daraus herausragende Ergebnisse entstehen zu lassen.
In unseren Projekten rund um automatisiertes Fahren und Künstliche Intelligenz gestalten wir seit jeher nicht nur den technologischen Wandel mit. Ebenso wichtig ist es, neue Methoden und Formate zu entwickeln und an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen. Insofern bedeuten 20 Jahre EICT vor allem eines: den Mut, Dinge anzustoßen, bevor sie selbstverständlich werden.
Tanja Kessel, Geschäftsführung
Meilensteine
Momente, die uns geprägt haben – ob kleine interne oder große, publikumswirksame Events – erzählen ein Stück unserer Geschichte. Sie zeigen, wie wir gewachsen sind, was uns bewegt hat und wie wir uns weiterentwickeln.
2008
ADAS- & C2X-Feldtests
Feldtests werden zur neuen Methode, um Technologien wie automatisiertes Fahren und vernetzte Kommunikation zur Marktreife zu bringen. Mit Projekten wie simTD, euroFOT, DRIVE C2X und später L3Pilot startet eine Reihe prägender nationaler und europäischer Leuchtturmprojekte. Sie schufen die Grundlagen der heutigen Testfelder und Reallabore.
Und auch hier entstehen Geschichten: Daten, die abends per Stick transportiert werden, das reihenweise „Sterben“ der Data Logger im Feld und die erste länderübergreifende Kampagne für vernetzte Mobilität.
2011
EIT Digital / 28DIGITAL
Mit dem Gewinn der ICT-Wissens- und Innovationsgemeinschaft des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) entsteht eines der ersten Open-Innovation-Ökosysteme in Europa. EICT übernimmt den Aufbau des deutschen Knotens – inklusive Teamtransfer und viel Start-up-Erfahrung aus den eigenen Anfangsjahren.
Und auch das gehört dazu: Ein Name, der zufällig verdächtig nah an ‚EICT‘ liegt, die größere Dimension allerdings kein Zufall: Unsere DNA und unser Know-how haben der Startphase der Schwesterplattform entscheidenden Schub verliehen!
2015
Neuausrichtung auf europäischer Ebene
EICT begleitet die strategische Weiterentwicklung von EUCAR – von der engen Zusammenarbeit mit dem Chairman bis zur inhaltlichen Neuaufstellung. Basis sind Stakeholder Befragungen, neue Leitlinien und ein weiterentwickeltes Konferenzkonzept. Die Kooperation bleibt prägend und setzt sich in späteren strategischen Prozessen fort.
Das jährliche Highlight: Die EUCAR Annual Reception and Conference in der Brüsseler Autoworld. Sie schlägt die Brücke zwischen automobiler Geschichte und künftiger Mobilität und beherbergt regelmäßig unsere Leuchtturmprojekte.
2016
VDA Leitinitiative autonomes und vernetztes Fahren
Mit der VDA-Leitinitiative wurde die vorwettbewerbliche Zusammenarbeit in Deutschland neu gedacht. Durch eine koordinierte AVF-Roadmap der Industrie, ein strategisch gesteuertes Projektportfolio sowie neuen Formaten für Austausch und Ergebnisverbreitung wurde das nationale Ökosystem weiterentwickelt. Eine Besonderheit dabei: die konsequente Unterstützung der VDA-Leitinitiative durch das BMWE. Sie ermöglicht die kohärente Technologieentwicklung, stärkt die branchenweite Wirkung der Forschungsaktivitäten und fördert einen wirksameren Einsatz öffentlicher Mittel über Projektgrenzen hinweg.
Nicht einfach, aber entscheidend für das Gelingen: Aus der anfänglichen „Jeder für sich“-Logik entstand Schritt für Schritt eine belastbare Praxis des Austauschs und der Zusammenarbeit. Vertrauen war dabei keine Folge des Erfolgs, sondern dessen Voraussetzung.
2020
Vom Projektverbund zum Sammlerstück
Die KI‑Familie bündelte vier eng verzahnte Projekte zum KI‑Kompetenzaufbau im Automotive‑Bereich – von Absicherung über Tooling bis zu Delta Learning und Wissenstransfer, sichtbar durch gemeinsame Formate und starkes Branding. Für unsere Chronik besonders: Mit dem Abschluss von „KI Wissen“ 2024 entstand noch einmal ein letztes, aufwändig gefertigtes Printprodukt – ein handgearbeiteter Schuber, der alle Projekte vereint, bevor die Ergebnisse künftig rein digital weitergeführt werden.
Unser naives Herangehen und Lernprozess in der Familienkommunikation: Der Gedanke eines gemeinsamen Brandings lag nahe, erforderte aber einiges an Überzeugungsarbeit. Jedes Projekt verstand sich als etwas Besonderes, nicht als bloßer Baustein eines Gesamtbilds. Am Ende überwog jedoch die Erkenntnis, Teil eines starken und wichtigen Clusters zu sein und die Freude, gemeinsam deutlich mehr Wirkung zu entfalten.
2024
Politikdialog und Sichtbarkeit für F&I
Automatisiertes Fahren und KI rücken in den politischen Fokus: Im Dialog zwischen Industrie und Politik, u. a. mit Bundesminister Robert Habeck, werden zentrale Zukunftsfragen verhandelt. Ergebnisse und Daten aus der KI‑Familie fließen direkt in Projekte wie nxtAIM ein und beschleunigen den Start bei generativer KI.
Wie ging das? Die strategische Richtung war klar. Nicht absehbar war, auf welcher Ebene wir mit unseren Forschungsthemen landen würden. Das Rezept dahinter: Einfach mal machen. Eine Gelegenheit suchen und fragen. Gute Argumente haben, etwas taktisches Geschick mitbringen und überzeugte Unterstützer gewinnen. Und dann aushalten, dass noch ein paar Hierarchien dazwischen sind…
2026
Strategische Plattformen in den Mittelpunkt
Beim Einstieg in CSA, IPCEI AI und ECAVA gestaltet EICT aktiv die inhaltliche Ausrichtung im europäischen Innovationsraum. Der Fokus verschiebt sich hin zu langfristigen, politisch relevanten Strukturen, in denen KI und automatisiertes Fahren zentrale Bausteine bilden. Die Rolle als „neutraler Dritter“ und „Ermöglicher“ bleibt bestehen und entwickelt sich weiter unter dem Ziel, ein offenes, wettbewerbsfähiges europäisches Innovationsökosystem mitzugestalten.
Geschichten? Soon to come.
An diesem Kapitel schreiben wir gerade
2006
Gründung der EICT GmbH
EICT startet als Plattform für ICT-Innovationen, getragen von Partnern wie Deutsche Telekom, Mercedes-Benz, Siemens, SAP, TU Berlin und Fraunhofer-Gesellschaft. Frühe Impulse setzen Konferenzen zu IT-Sicherheit und Zukunftsstudien zu breiten Anwendungsfeldern, nicht zuletzt der Mobilität.
Am Standort im Telefunkenhochhaus am Ernst-Reuter-Platz in Berlin-Charlottenburg entsteht nicht nur Zusammenarbeit, sondern auch die ersten Geschichten: Vom laut brummenden Kühlschrank im Besprechungsraum bis zu Pflanzen, die dank regelmäßiger Revitalisierung mit Kaffeesatz bis heute geblieben sind.
2010
NGN und Testbeds
Mit der Forschung zu Software Defined Networks und OpenFlow in Europa öffnet sich ein neues Technologiefeld. Mit OFELIA koordiniert EICT erstmals ein EU-Projekt und baut eigene Testumgebungen auf als vertrauenswürdige Instanz zwischen Forschung und Anwendung. Die Themen entwickeln sich weiter Richtung Markt, bis hin zum Spin-off BISDN.
Und auch hier entstehen typische Erinnerungen: Ein eigenes „Testbed“ und als Konferenz-Give-away ganz passend ein „FlowOpener“.
2013
Umzug auf den EUREF Campus
Mit dem Umzug auf den EUREF-Campus und einem Gesellschafterwechsel vollzieht EICT eine neue strategische Ausrichtung. Der Fokus auf Mobilität wächst weiter: von Elektromobilität bis zu großen Forschungsinitiativen wie Mobility2Grid. Gleichzeitig entsteht mit der Schiene ein neues Themenfeld, unter anderem durch Projekte im europäischen Shift2Rail-Programm.
Der neue Standort wird schnell zum Treffpunkt für Projekte und Demos – und liefert auch seine eigenen Geschichten: Von großen Abschlussevents mitten auf dem Campus bis hin zu einem (denkwürdigen) Wasserschaden!
2016
Tech Center und Testfeld: Regionale Kooperationen in Baden-Württemberg
Durch unsere Gesellschafter wurden mehrere regionale Initiativen ins Leben gerufen. Mit Mercedes-Benz, Bosch und dem Land Baden-Württemberg entstanden die Tech Center. In den Bereichen automatisiertes Fahren und passive Sicherheit arbeiteten ausgewählte Partner daran, die Lücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung zu schließen, unter anderem in den Formaten a-drive und i-protect. Mit dem FZI wurde das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg in Karlsruhe aufgebaut und betrieben. Aus dieser Initiative gingen zahlreiche Folgeaktivitäten für das regionale Innovationssystem hervor.
Die einhellige Meinung zum Testfeldaufbau: Die datenschutzrechtliche Ausgestaltung war mindestens so anspruchsvoll wie dessen technische Umsetzung. Der Legende nach bot das Thema sogar genügend Stoff für eine Promotion zur Dr. iur. am FZI.
2019
Innovation trotz Distanz
Unter den Bedingungen der COVID-Pandemie und dem plötzlichen Wegfall klassischer analoger Zusammenarbeit entstehen neue Formate und Denkweisen. Mit L3Pilot als europäischem Leuchtturmprojekt und der KI-Familie der VDA-Leitinitiative als breit angelegtem, koordiniertem Ansatz entwickeln sich die Themen nicht nur inhaltlich weiter. Europaweit vernetzte Aktivitäten, digitale Leitfäden und eine systematische Weitergabe von Ergebnissen und Best Practices zwischen eng abgestimmten KI-Projekten mit gemeinsamer Sichtbarkeit auf internationalen Plattformen stehen beispielhaft für die hohe Flexibilität und zeigen neue Wege der Zusammenarbeit, der Kommunikation und der Vermittlung von Innovation.
Und auch das war Teil der Realität: Die geplante Workshop-Reihe von KI-Absicherung, gedacht als Forum für intensiven Austausch und die breite Verankerung eines neuen Themas, fand am Ende schlicht nicht statt. Die Konsequenz: Es gab Partner, die während der gesamten Zusammenarbeit nie persönlich aufeinandergetroffen sind.
2023
KI Familie – 2. Generation
Nach der Anschubphase und dem breiten Aufbau methodischer KI-Kompetenzen für automatisiertes Fahren entfalten die mit den ersten KI-Projekten geschaffenen Strukturen und Formate nun ihre volle Wirkung. Tatsächlich werden in den VDA LI Projekten Daten für neue Vorhaben zugänglich gemacht, Federated Learning wurde früh etabliert und als Blaupause verankert, und mit „just better DATA“ wird ein Datensatz mit relevanten Szenarien veröffentlicht.
Und auch das war ein Novum in der Zusammenarbeit: Das passende Timing zweier Schwesterprojekte hat nicht nur Kosten bei der Datenerfassung eingespart, sondern auch ein gezieltes Sampling für beide ermöglicht.
2025
Deployment in Europa
Parallel stärkt EICT die europäische Vernetzung, etwa durch Hi-Drive im EUCAR Umfeld oder durch Beiträge zu Programmen, Roadmaps und strategischen Initiativen. Damit entsteht ein belastbares Fundament für die nächste Entwicklungsstufe automatisierter Fahrfunktionen: von Forschung und Erprobung hin zu groß angelegten Pilotierungs- und Demonstrationsprojekten als Vorbereitung auf die Markteinführung. Ähnlich wie in den Anfängen von V2X ist auch hier das Orchestrieren der verschiedenen Stakeholdergruppen gefragt – seit jeher eine unserer Stärken.
Das immer wieder Überraschende an Kooperation: Entwickler denken in technologischen Möglichkeiten, Anwender in konkreten Anforderungen, Betreiber in verlässlichen Prozessen. Die daraus entstehenden Diskussionen sind oft ebenso prägend wie die gemeinsamen Erfolge
Meilensteine
Momente, die uns geprägt haben – ob kleine interne oder große, publikumswirksame Events – erzählen ein Stück unserer Geschichte. Sie zeigen, wie wir gewachsen sind, was uns bewegt hat und wie wir uns weiterentwickeln.
2006
Gründung der EICT GmbH
EICT startet als Plattform für ICT-Innovationen, getragen von Partnern wie Deutsche Telekom, Mercedes-Benz, Siemens, SAP, TU Berlin und Fraunhofer-Gesellschaft. Frühe Impulse setzen Konferenzen zu IT-Sicherheit und Zukunftsstudien zu breiten Anwendungsfeldern, nicht zuletzt der Mobilität.
Am Standort im Telefunkenhochhaus am Ernst-Reuter-Platz in Berlin-Charlottenburg entsteht nicht nur Zusammenarbeit, sondern auch die ersten Geschichten: Vom laut brummenden Kühlschrank im Besprechungsraum bis zu Pflanzen, die dank regelmäßiger Revitalisierung mit Kaffeesatz bis heute geblieben sind.
2008
ADAS- & C2X-Feldtests
Feldtests werden zur neuen Methode, um Technologien wie automatisiertes Fahren und vernetzte Kommunikation zur Marktreife zu bringen. Mit Projekten wie simTD, euroFOT, DRIVE C2X und später L3Pilot startet eine Reihe prägender nationaler und europäischer Leuchtturmprojekte. Sie schufen die Grundlagen der heutigen Testfelder und Reallabore.
Und auch hier entstehen Geschichten: Daten, die abends per Stick transportiert werden, das reihenweise „Sterben“ der Data Logger im Feld und die erste länderübergreifende Kampagne für vernetzte Mobilität.
2010
NGN und Testbeds
Mit der Forschung zu Software Defined Networks und OpenFlow in Europa öffnet sich ein neues Technologiefeld. Mit OFELIA koordiniert EICT erstmals ein EU-Projekt und baut eigene Testumgebungen auf als vertrauenswürdige Instanz zwischen Forschung und Anwendung. Die Themen entwickeln sich weiter Richtung Markt, bis hin zum Spin-off BISDN.
Und auch hier entstehen typische Erinnerungen: Ein eigenes „Testbed“ und als Konferenz-Give-away ganz passend ein „FlowOpener“.
2011
EIT Digital / 28DIGITAL
Mit dem Gewinn der ICT-Wissens- und Innovationsgemeinschaft des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) entsteht eines der ersten Open-Innovation-Ökosysteme in Europa. EICT übernimmt den Aufbau des deutschen Knotens – inklusive Teamtransfer und viel Start-up-Erfahrung aus den eigenen Anfangsjahren.
Und auch das gehört dazu: Ein Name, der zufällig verdächtig nah an ‚EICT‘ liegt, die größere Dimension allerdings kein Zufall: Unsere DNA und unser Know-how haben der Startphase der Schwesterplattform entscheidenden Schub verliehen!
2013
Umzug auf den EUREF Campus
Mit dem Umzug auf den EUREF-Campus und einem Gesellschafterwechsel vollzieht EICT eine neue strategische Ausrichtung. Der Fokus auf Mobilität wächst weiter: von Elektromobilität bis zu großen Forschungsinitiativen wie Mobility2Grid. Gleichzeitig entsteht mit der Schiene ein neues Themenfeld, unter anderem durch Projekte im europäischen Shift2Rail-Programm.
Der neue Standort wird schnell zum Treffpunkt für Projekte und Demos – und liefert auch seine eigenen Geschichten: Von großen Abschlussevents mitten auf dem Campus bis hin zu einem (denkwürdigen) Wasserschaden!
2015
Neuausrichtung auf europäischer Ebene
EICT begleitet die strategische Weiterentwicklung von EUCAR – von der engen Zusammenarbeit mit dem Chairman bis zur inhaltlichen Neuaufstellung. Basis sind Stakeholder Befragungen, neue Leitlinien und ein weiterentwickeltes Konferenzkonzept. Die Kooperation bleibt prägend und setzt sich in späteren strategischen Prozessen fort.
Seit dem hat sich die EUCAR Annual Reception in der Brüsseler Autoworld als fester Termin im europäischen Mobilitätskalender etabliert – dort, wo automobile Geschichte und zukünftige Mobilität aufeinandertreffen.
2016
Tech Center und Testfeld: Regionale Kooperationen in Baden-Württemberg
Durch unsere Gesellschafter wurden mehrere regionale Initiativen ins Leben gerufen. Mit Mercedes-Benz, Bosch und dem Land Baden-Württemberg entstanden die Tech Center. In den Bereichen automatisiertes Fahren und passive Sicherheit arbeiteten ausgewählte Partner daran, die Lücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung zu schließen, unter anderem in den Formaten a-drive und i-protect. Mit dem FZI wurde das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg in Karlsruhe aufgebaut und betrieben. Aus dieser Initiative gingen zahlreiche Folgeaktivitäten für das regionale Innovationssystem hervor.
Die einhellige Meinung zum Testfeldaufbau: Die datenschutzrechtliche Ausgestaltung war mindestens so anspruchsvoll wie dessen technische Umsetzung. Der Legende nach bot das Thema sogar genügend Stoff für eine Promotion zur Dr. iur. am FZI.
2016
VDA Leitinitiative autonomes und vernetztes Fahren
Mit der VDA-Leitinitiative wurde die vorwettbewerbliche Zusammenarbeit in Deutschland neu gedacht. Durch eine koordinierte AVF-Roadmap der Industrie, ein strategisch gesteuertes Projektportfolio sowie neuen Formaten für Austausch und Ergebnisverbreitung wurde das nationale Ökosystem weiterentwickelt. Eine Besonderheit dabei: die konsequente Unterstützung der VDA-Leitinitiative durch das BMWE. Sie ermöglicht die kohärente Technologieentwicklung, stärkt die branchenweite Wirkung der Forschungsaktivitäten und fördert einen wirksameren Einsatz öffentlicher Mittel über Projektgrenzen hinweg.
Nicht einfach, aber entscheidend für das Gelingen: Aus der anfänglichen „Jeder für sich“-Logik entstand Schritt für Schritt eine belastbare Praxis des Austauschs und der Zusammenarbeit. Vertrauen war dabei keine Folge des Erfolgs, sondern dessen Voraussetzung.
2019
Innovation trotz Distanz
Unter den Bedingungen der COVID-Pandemie und dem plötzlichen Wegfall klassischer analoger Zusammenarbeit entstehen neue Formate und Denkweisen. Mit L3Pilot als europäischem Leuchtturmprojekt und der KI-Familie der VDA-Leitinitiative als breit angelegtem, koordiniertem Ansatz entwickeln sich die Themen nicht nur inhaltlich weiter. Europaweit vernetzte Aktivitäten, digitale Leitfäden und eine systematische Weitergabe von Ergebnissen und Best Practices zwischen eng abgestimmten KI-Projekten mit gemeinsamer Sichtbarkeit auf internationalen Plattformen stehen beispielhaft für die hohe Flexibilität und zeigen neue Wege der Zusammenarbeit, der Kommunikation und der Vermittlung von Innovation.
Und auch das war Teil der Realität: Die geplante Workshop-Reihe von KI-Absicherung, gedacht als Forum für intensiven Austausch und die breite Verankerung eines neuen Themas, fand am Ende schlicht nicht statt. Die Konsequenz: Es gab Partner, die während der gesamten Zusammenarbeit nie persönlich aufeinandergetroffen sind
2020
Vom Projektverbund zum Sammlerstück
Die KI‑Familie bündelte vier eng verzahnte Projekte zum KI‑Kompetenzaufbau im Automotive‑Bereich – von Absicherung über Tooling bis zu Delta Learning und Wissenstransfer, sichtbar durch gemeinsame Formate und starkes Branding. Für unsere Chronik besonders: Mit dem Abschluss von „KI Wissen“ 2024 entstand noch einmal ein letztes, aufwändig gefertigtes Printprodukt – ein handgearbeiteter Schuber, der alle Projekte vereint, bevor die Ergebnisse künftig rein digital weitergeführt werden.
Unser naives Herangehen und Lernprozess in der Familienkommunikation: Der Gedanke eines gemeinsamen Brandings lag nahe, erforderte aber einiges an Überzeugungsarbeit. Jedes Projekt verstand sich als etwas Besonderes, nicht als bloßer Baustein eines Gesamtbilds. Am Ende überwog jedoch die Erkenntnis, Teil eines starken und wichtigen Clusters zu sein und die Freude, gemeinsam deutlich mehr Wirkung zu entfalten.
2023
KI Familie – 2. Generation
Nach der Anschubphase und dem breiten Aufbau methodischer KI-Kompetenzen für automatisiertes Fahren entfalten die mit den ersten KI-Projekten geschaffenen Strukturen und Formate nun ihre volle Wirkung. Tatsächlich werden in den VDA LI Projekten Daten für neue Vorhaben zugänglich gemacht, Federated Learning wurde früh etabliert und als Blaupause verankert, und mit „just better DATA“ wird ein Datensatz mit relevanten Szenarien veröffentlicht.
Und auch das war ein Novum in der Zusammenarbeit: Das passende Timing zweier Schwesterprojekte hat nicht nur Kosten bei der Datenerfassung eingespart, sondern auch ein gezieltes Sampling für beide ermöglicht.
2024
Politikdialog und Sichtbarkeit für F&I
Automatisiertes Fahren und KI rücken in den politischen Fokus: Im Dialog zwischen Industrie und Politik, u. a. mit Bundesminister Robert Habeck, werden zentrale Zukunftsfragen verhandelt. Ergebnisse und Daten aus der KI‑Familie fließen direkt in Projekte wie nxtAIM ein und beschleunigen den Start bei generativer KI.
Wie ging das? Die strategische Richtung war klar. Nicht absehbar war, auf welcher Ebene wir mit unseren Forschungsthemen landen würden. Das Rezept dahinter: Einfach mal machen. Eine Gelegenheit suchen und fragen. Gute Argumente haben, etwas taktisches Geschick mitbringen und überzeugte Unterstützer gewinnen. Und dann aushalten, dass noch ein paar Hierarchien dazwischen sind…
2025
Deployment in Europa
Parallel stärkt EICT die europäische Vernetzung, etwa durch Hi-Drive im EUCAR Umfeld oder durch Beiträge zu Programmen, Roadmaps und strategischen Initiativen. Damit entsteht ein belastbares Fundament für die nächste Entwicklungsstufe automatisierter Fahrfunktionen: von Forschung und Erprobung hin zu groß angelegten Pilotierungs- und Demonstrationsprojekten als Vorbereitung auf die Markteinführung. Ähnlich wie in den Anfängen von V2X ist auch hier das Orchestrieren der verschiedenen Stakeholdergruppen gefragt – seit jeher eine unserer Stärken.
Das immer wieder Überraschende an Kooperation: Entwickler denken in technologischen Möglichkeiten, Anwender in konkreten Anforderungen, Betreiber in verlässlichen Prozessen. Die daraus entstehenden Diskussionen sind oft ebenso prägend wie die gemeinsamen Erfolge
2026
Strategische Plattformen in den Mittelpunkt
Beim Einstieg in CSA, IPCEI AI und ECAVA gestaltet EICT aktiv die inhaltliche Ausrichtung im europäischen Innovationsraum. Der Fokus verschiebt sich hin zu langfristigen, politisch relevanten Strukturen, in denen KI und automatisiertes Fahren zentrale Bausteine bilden. Die Rolle als „neutraler Dritter“ und „Ermöglicher“ bleibt bestehen und entwickelt sich weiter unter dem Ziel, ein offenes, wettbewerbsfähiges europäisches Innovationsökosystem mitzugestalten.
Geschichten? Soon to come.
An diesem Kapitel schreiben wir gerade
Behind
the
scenes
2025 – Typisch EICT: Projektmanagement kann überraschend bunt aussehen und nicht jede Eventvorbereitung passiert vor dem Laptop!
2013 – Der widerspenstige Data Logger entwickelte sich im simTD-Projekt beinahe zum eigenen Forschungsgegenstand, denn die präzise Erfassung und Auswertung der umfangreichen Messdaten war eine unverzichtbare Grundlage für die Validierung der innovativen Car-to-X-Kommunikation.
Ab 2006 – Viel Start-up-Spirit, kreative Lösungen und ein Ausblick, der bereits weit über das Bürofenster hinausging!
2019 – Nicht jedes Großprojekt ist bei EICT geplant! Unfreiwilliges Renovierungsprojekt – nach einem Wasserschaden wurde nicht nur unser Büro im 4. OG, sondern gleich auch die drei Etagen darunter auf Vordermann gebracht.
2021 – Für das L3Pilot Final Event entschieden wir uns für einen strahlend weißen Teppich als zentrales Designelement des Messestands. Optisch ein Volltreffer. Praktisch eine tägliche Erinnerung daran, dass mehrere hundert Messebesucher nicht schweben. Der Reinigungsaufwand wurde fast zum eigenen Teilprojekt. 😄
Insider FACTS
EICT – klingt gut. Aber wofür steht das eigentlich?
Wie international ist EICT eigentlich?
Was steckt hinter dem EICT-Logo?
Gender Balance bei EICT?
Warum ist EICT am EUREF-Campus?
Wie interdisziplinär ist das EICT-Team?
Wir sagen Danke !
20 Jahre wären ohne die Unterstützung unserer über 250 Partner in mehr als 40 Großprojekten, Plattformen und Initiativen, Initial- und Individualprojekten nicht möglich gewesen.
Unser besonderer Dank gilt dabei unseren Gesellschaftern – der Mercedes-Benz AG, dem FZI Forschungszentrum Informatik und der PTV Planung Transport Verkehr GmbH. Mit ihrer Expertise, ihrem Vertrauen und ihrem langfristigen Engagement haben sie unsere Arbeit entscheidend geprägt: vom gemeinsamen Vorantreiben zentraler Technologien bis hin zur erfolgreichen Umsetzung innovativer Projekte im Bereich des autonomen Fahrens – stets mit dem Anspruch, nachhaltigen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen und Innovation wirksam in die Anwendung zu bringen.