Das Hi-Drive Final Event, das am 25. November 2025 im Autoworld Museum in Brüssel stattfand, markierte den erfolgreichen Abschluss eines der ambitioniertesten europäischen Projekte im Bereich des automatisierten Fahrens. Mit mehr als 300 Teilnehmenden aus Industrie, Forschung und öffentlichen Institutionen erreichte die Veranstaltung ihre maximale Kapazität und verdeutlichte das breite Interesse an den Ergebnissen des Konsortiums.
Die Wahl des Standorts unterstrich dabei die besondere Bedeutung des Events: In unmittelbarer Nähe zu zentralen europäischen Akteuren bot Brüssel den passenden Rahmen, um die erzielten Fortschritte in einen größeren Kontext einzuordnen. Verstärkt wurde diese Wirkung dadurch, dass die Ausstellung des Final Events über die eigentliche Veranstaltung hinaus erhalten blieb und als Kulisse für die anschließenden Programmpunkte der EUCAR Annual Reception und Conference diente.
Im Mittelpunkt des Tages stand eine groß angelegte, interaktive Ausstellung, die die Projektergebnisse entlang der drei Themenbereiche „Vehicles, Enablers & Operations“, „Effects & Impact Assessment“ sowie „Users“ erfahrbar machte. Insgesamt präsentierte die Ausstellung 16 Fahrzeuge, zahlreiche Demonstratoren und Simulatoren sowie eine umfassende visuelle Infrastruktur mit 44 integrierten Monitoren, über die Inhalte und Daten anschaulich vermittelt wurden.
Das Veranstaltungsformat setzte bewusst auf den direkten Austausch: Kompakte Impulse auf der Bühne wechselten sich mit vertiefenden Diskussionen an den Exponaten ab. Besucherinnen und Besucher bewegten sich frei durch die Ausstellung, konnten mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen und die Ergebnisse unmittelbar erleben. Der Tag schloss mit einem gemeinsamen Networking‑Empfang, der den persönlichen Austausch weiter vertiefte.
Hi-Drive als Grundlage für die nächste Generation automatisierter Mobilität
Das Final Event zeigte eindrucksvoll, welchen Beitrag Hi-Drive zur Weiterentwicklung automatisierter Fahrfunktionen in Europa geleistet hat. Aufbauend auf den Erkenntnissen des Vorgängerprojekts L3Pilot zielte Hi-Drive darauf ab, die Einsatzbereiche automatisierter Systeme deutlich zu erweitern und ihre Zuverlässigkeit in realen Verkehrssituationen zu erhöhen.
Im Fokus standen sogenannte „Technology Enablers“, die zentrale Herausforderungen adressieren und eine Erweiterung der Operational Design Domains ermöglichen. Dazu zählen insbesondere V2X‑Kommunikation, hochpräzise Positionierung, Cybersecurity sowie Machine-Learning‑basierte Ansätze, die zusammen die Grundlage für robuste und skalierbare automatisierte Fahrfunktionen bilden.
Die präsentierten Ergebnisse basieren auf einem umfangreichen europäischen Testprogramm mit 45 Operationen, mehr als 6.000 Testfahrten und rund 27.000 zurückgelegten Kilometern – davon etwa 17.000 im automatisierten Fahrbetrieb. Diese Daten bilden eine belastbare Grundlage für die Bewertung der Leistungsfähigkeit und der Auswirkungen automatisierter Systeme.
Neben den technologischen Fortschritten wurden im Projekt auch deren Auswirkungen auf Verkehrssysteme und Gesellschaft untersucht. Dabei standen insbesondere Aspekte wie Sicherheit, Effizienz, Emissionen und Nutzerakzeptanz im Fokus. Ergänzend lieferten Studien mit über 15.000 Teilnehmenden wertvolle Erkenntnisse zu Vertrauen, Komfort und Interaktion im Umgang mit automatisierten Fahrzeugen.
Um die inhaltliche Tiefe der Ergebnisse darzustellen, wurde das Final Event von einer Serie von zehn thematischen Webinaren begleitet, die bereits im Vorfeld zentrale Fragestellungen aufgegriffen und einem breiten Publikum zugänglich gemacht hatten.
EICTs Rolle
EICT war für die Konzeption und Umsetzung des Hi-Drive Final Events verantwortlich und prägte maßgeblich dessen Erscheinungsbild und Ablauf. Das Team entwickelte das gesamte Ausstellungskonzept für den Mezzanine-Bereich im Autoworld Museum und übersetzte die komplexen Projektergebnisse in ein konsistentes, klar strukturiertes Gesamtbild. In enger Abstimmung mit dem Messebauer wurde eine durchgängige Ausstellungsarchitektur realisiert, die sowohl die inhaltliche Struktur als auch die räumliche Orientierung unterstützte. Sämtliche visuellen Elemente – von der Gestaltung der Ausstellungsflächen über das Leitsystem bis hin zu den begleitenden Materialien – wurden von EICT entwickelt und umgesetzt.
Ein wesentlicher Bestandteil war die inhaltliche Aufbereitung und Aussteuerung aller gezeigten Inhalte. Die Bespielung der Monitore sowie die Erstellung von Präsentationen, interaktiven Formaten und visuellen Assets erfolgten vollständig durch das kreative Kommunikationsteam von EICT. Darüber hinaus koordinierte EICT die Zusammenarbeit mit den ausstellenden Partnern, stellte die Integration aller Exponate sicher und verantwortete zentrale organisatorische Prozesse wie Registrierung, Gästemanagement und die Abstimmung logistischer Abläufe.
Mit dieser ganzheitlichen Umsetzung ist es gelungen, das Final Event als überzeugende Plattform für den Austausch zwischen den beteiligten Akteuren zu gestalten und die Ergebnisse von Hi-Drive in einem klar verständlichen und wirkungsvollen Format zu präsentieren.
Bild: Hi-Drive / EICT