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Spannende zweite Auflage der TACHELES-Konferenz in Karlsruhe

Bei der zweiten TACHELES-Konferenz des FZI Forschungszentrum Informatik am 18.06.2024 drehte sich alles um das Thema Generative KI für autonomes und vernetztes Fahren. Die rund 100 Teilnehmenden im CyberForum in Karlsruhe bekamen spannende Vorträge zu hören und zu sehen, konnten sich in Paneldiskussionen einbringen, ihr Netzwerk erweitern und waren aufgefordert, in Workshops konkrete Fragestellungen zu Schlüsselthemen der generativen KI für AVF zu bearbeiten. Es war ein intensiver Konferenztag für alle Beteiligten.

Während die erste Auflage von TACHELES – die andere Konferenz zum autonomen und vernetzten Fahren im vergangen Jahr das Thema Homologation von Level 3- und Level-4-Systemen und -Fahr-zeugen in den Blick nahm, griff die diesjährige Fachveranstaltung die allgegenwärtige generative KI auf und was sie für das autonome und vernetzte Fahren auf Level 4- und Level-5 bringen kann. Die Versprechen die mit generativer KI einhergehen, sind nämlich riesig und es steht die These im Raum, dass sie das autonome Fahren revolutionieren könnte. Die Konferenz ging der Frage nach, ob wir womöglich nur einem weiteren Hype erliegen oder ob die Universaltechnologie entscheidende neue Chancen eröffnet, die wir auf dem Entwicklungsweg des automatisierten Fahrens auf die höheren Level 4 und 5 brauchen.

Vorträge mit spannenden Einsichten
Sascha Pallenberg, renommierter Tech-Blogger, zeigte in seiner Keynote eindrucksvoll die technische Entwicklung der Rechenleistungen der letzten 15 Jahre und vermittelte einen Eindruck davon, was mit heutigen KI- und Chip-Technologien möglich ist und wird – von vollautomatischen Produktionsprozessen über autonomes Fahren bis hin zu globalen Wettervorhersage-Modellen. In den anschließenden beiden Fachvorträgen von Axel Gern und Jan Zawadzki stand dann das autonome Fahren im Mittelpunkt. In ihren Präsentationen machten die beiden deutlich, wie generative KI die weitere Entwicklung beeinflussen kann und vor allem dem Versprechen der europäischen Automobilindustrie in die Hände spielt, sicheres autonomes Fahren auf die Straße zu bringen. Auch die Player in China und USA stoßen hier technisch derzeit an ihre Grenzen.

Kontroverse Paneldiskussion mit Publikumsbeteiligung
Um diese und weitere Themen drehte sich auch die anschließende Paneldiskussion, an der sich als weitere Expert:innen Tille Rupp von Porsche Engineering, Rebekka Görge vom Fraunhofer IAIS und Prof. Tim Fingscheidt von der TU Braunschweig beteiligten. Philipp Franke als Vertreter des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg und Schirmherr von TACHELES brachte die politische Komponente in die Diskussion ein. Auch das Publikum konnte seine zahlreichen Fragen und ergänzendes Wissen im knapp einstündigen Programmpunkt unterbringen.

Hitzige Workshops zu Metriken, Simulation und Rahmenbedingungen
Nachmittags stand die gemeinsame Arbeit in drei Themenworkshops auf dem Programm. Der TACHELES-Programmbeirat hatte bei generativer KI für autonomes und vernetztes Fahren die Themen Metriken („Wer misst, misst Mist“), Simulation („Generative KI für Simulationen im autonomen Fahren: Anforderungen, Potenziale und Grenzen“) sowie Rahmenbedingungen („KI technisch und regulatorisch erfolgreich im Automobilumfeld umsetzen“) für die Agenda gesetzt. Besonderen Zuspruch erfuhr der Simulations-Workshop, da die Möglichkeiten mittels generativer KI synthetische Daten zu erzeugen und so nach Belieben Verkehrsszenarien zu erstellen und zu testen sehr vielversprechend sind und Industrie und Wissenschaft entsprechend umtreibt. Nicht zuletzt hat dieser Workshop deutlich gemacht, wie groß der Bedarf nach gemeinsamen Standards für die breitere Verwendung der simulierten Daten ist.

Im anschließenden Workshop-Panel konnten sich alle Teilnehmenden noch einmal einen Überblick über die Herangehensweisen in den Workshops, die identifizierten Painpoints und Aha-Momente verschaffen. Auch erste Ideen für Handlungsempfehlungen wurden vorgestellt, verbunden mit dem Appell, auf diesen wichtigen Diskussionen aufzusetzen und sie weiterzuführen – sei es in Forschungsprojekten, Arbeitsgruppen oder interdisziplinären Challenges.

Sichtlich zufrieden schloss Marius Zöllner als FZI-Gastgeber die zweite TACHELES – die andere Konferenz zum autonomen und vernetzten Fahren. Er sprach sich für eine nächste Ausgabe 2025 aus und rief gleichzeitig dazu auf, Themenvorschläge einzubringen.

Erneut hat das EICT für das FZI die Konferenz von der Konzeption über Planung und Programmgestaltung bis zur Organisation vor Ort durchgeführt.

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